Bogdan Grebnevs und Renato Gambone
Praxis und Theorie kombiniert - Einblick von unseren Praktikanten
Viele Studierende der Elektrotechnik sammeln während ihres Studiums praktische Erfahrungen. Bogdan Grebnevs und Renato Gambone zeigen, wie Theorie und Praxis bei der Bächli AG optimal zusammenkommen und geben uns einen kleinen Einblick in Ihr Berufs- bzw. Studien-Leben.
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Was hat Euch an Eurem Studium bzw. an dieser Fachrichtung (ZHAW-Hochschule für angewandte Wissenschaft) fasziniert?
Bogdan findet die Vielseitigkeit der Elektrotechnik besonders spannend:
Sie umfasst sehr viele verschiedene Themen wie Programmierung und Elektrizitätslehre. Zudem habe ich die Möglichkeit, mit meiner Berufswahl in viele verschiedene Richtungen zu gehen. Das praxisintegrierte Studium ist für mich persönlich perfekt, da ich so Theorie und Praxis gut miteinander verbinden kann.
Renato betont die Allgegenwärtigkeit der Elektrotechnik:
Elektrotechnik ist überall präsent. Es gibt keinen Raum, in dem sie nicht integriert ist – sie ist einfach überall notwendig. In der Ausbildung lernt man zunächst die Grundlagen und baut sein Basiswissen auf. Danach hat man die Möglichkeit, sich in verschiedene Richtungen zu spezialisieren.
Was habt Ihr vor dem Praktikum bei der Bächli AG gemacht?
Bogdan:
Ich habe das Abitur in Lettland gemacht mit Schwerpunkt in Mathe, Physik und Informatik. Direkt danach habe ich mit meinem Studium in der Schweiz und dem Praktikum bei der Bächli AG begonnen.
Renato:
Zunächst habe ich das Gymnasium abgeschlossen und anschliessend ein Vollzeitstudium der Elektrotechnik begonnen. Das hat mir jedoch nicht mehr so gut gefallen, da ich auch einen praktischen Teil in meiner Ausbildung haben wollte. Deshalb habe ich gewechselt.
Bogdan, wie bist Du zu einem Praktikum bei der Bächli AG gekommen und wieso hast du die Bächli AG als dein Praktikumsbetrieb gewählt?
Als ich mit der Suche nach einem Praktikumsplatz begann, schaute ich mir die Liste der Partnerunternehmen der Hochschule an. Die meisten Firmen im Bereich Elektrotechnik haben eher Stellen für Automatiker oder Programmierer angeboten. Ich wollte mich jedoch tiefer mit dem Thema Elektrizität befassen und eine Stelle finden, bei der ich auch praktisch arbeiten kann. Die Bächli AG war somit eine gute Option für mich, weshalb ich mich direkt beworben habe. Die familiäre und freundliche Atmosphäre während des Vorstellungsgesprächs hat mich sofort überzeugt.
Renato - was gefällt dir besonders an der Arbeitskultur der Bächli AG?
Die Arbeitskultur der Bächli AG ist familiär und übersichtlich, das gefällt mir. Im Gegensatz zu anderen Firmen gibt es hier nicht unterschiedlichen Standorte – Büros und Produktion befinden sich unter einem Dach. Dadurch lassen sich Fragestellungen viel schneller und einfacher lösen, und ich kann direkt mit den betroffenen Personen sprechen.
Was habt Ihr in Euerer Zeit hier bei der Bächli AG gelernt, welches Ihr im Studium nicht vermittelt bekommt?
Renato:
Was ich hier gelernt habe, ist vor allem Management und die Kommunikation zwischen den Abteilungen. Das wird im Studium kaum vermittelt, denn dort ist man eher auf sich selbst fokussiert. In einem Unternehmen muss man mit den Menschen um sich herum kommunizieren, die Abläufe verstehen und wissen, wie man in Konfliktsituationen reagiert. Solche Erfahrungen sammelt man im Studium praktisch nicht.
Bogdan:
Das gesamte Thema rund um die Trafoberechnungen. Wir haben uns im Studium mit Transformatoren beschäftigt, allerdings mehr im Hinblick darauf, wie bereits fertige Trafos richtig eingesetzt werden. Nicht aber, wie sie entstehen, also wie ein Transformator aufgebaut ist. Genau das ist die Aufgabe der Bächli AG.
Welche Aufgaben machen Euch während der Arbeitszeit am meisten Spass und weshalb?
Bogdan:
Ich mag Aufgaben, die mich herausfordern und bei denen ich etwas Neues lernen kann. Sei es eine Berechnung oder die Auslegung für ein komplexes Produkt – das mache ich immer wieder gerne. Vorausgesetzt, es ist nicht nur Fleissarbeit, sondern auch ein bisschen kreativ und herausfordernd.
Renato:
Ich war sehr gerne im Prüflabor, weil man die Materie dort gut sehen kann. Am Ende sieht man direkt, ob die berechnete Lösung auch in der praktischen Umsetzung funktioniert.
Seid Ihr bei der Bächli AG arbeitet, gibt es ein bestimmtes Erfolgserlebnis, auf das Ihr besonders stolz seid?
Renato:
(überlegt) Da gibt es eigentlich kein spezielles Erlebnis. Für mich ist es eher ein Learning by Doing, bei dem ich Schritt für Schritt immer wieder Neues dazulerne.
Bogdan:
Es gab viele kleine Erfolgserlebnisse, aber eines möchte ich besonders erwähnen: meine erste selbstständige Trafoberechnung. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich mir zum ersten Mal den Trafoberechnungsprozess angeschaut habe. Ich dachte nur, dass es ja unzählige Möglichkeiten gibt, eine solche Berechnung durchzuführen. Wie soll ich also wissen, was ich ausprobieren soll? Was ist der richtige Weg? Am Anfang kam mir das wie Magie vor, aber mit der Zeit habe ich es Schritt für Schritt gelernt. Natürlich gab es am Anfang immer wieder Verbesserungsfeedback, das ich berücksichtigen durfte. Irgendwann kam jedoch der Moment, in dem der Leiter der Technikabteilung mir sagte, dass die Berechnung gut sei und ich nichts mehr anpassen müsse. Das war für mich ein grosser Erfolg.
Renato, warum würdest du anderen Studierenden oder Lernenden empfehlen, ein Praktikum/Studium bei der Bächli AG zu machen?
Ich würde anderen Studierenden oder Lernenden ein Praktikum bei der Bächli AG empfehlen, weil es sehr vielfältig ist und Theorie und Praxis super miteinander kombiniert. Ausserdem verdient man auch noch etwas und ist nicht nur Student (lacht).
Den Blick in die Zukunft gerichtet - was ist Euer berufliches Ziel?
Renato:
Das ist aktuell noch etwas in der Ferne, weshalb ich das noch nicht konkret sagen kann. Mein nächstes Ziel ist es, mein Studium erfolgreich abzuschließen.
Bogdan:
Ich möchte meine Fähigkeiten in der Berechnung komplexer Transformatoren weiter ausbauen. Da habe ich noch viel Potenzial.
Zum Abschluss des Interviews noch eine persönliche Frage für beide
Renato - hast du ein Lebensmotto? Wenn ja welches?
Lebe den Tag, denn man weiss nie, was kommt.
Bogdan was ist dein Lieblingszeitpunkt der Woche und wieso?
Mmm…(überlegt) Wenn ich einen Lieblingszeitpunkt nennen soll, dann ist es für mich definitiv der Sonntag. Hier kommt die ganze Familie zusammen und wir verbringen Zeit miteinander.